Popular Categories

NoMoKeTo

Meinung, Technik, Erlebnisse

3D-Blu-rays rippen / Multiview-Video-Coding (MVC) auf Linux

Veröffentlicht am

In diesem Beitrag zeige ich, wie man auf Linux aus einer 3D-Blu-ray oder einer MVC-kodierten Datei beide Bilder extrahiert – in zwei eigene Videospuren oder SBS, je nach Wahl.

Hintergrund: 

Ein 3D-Film besteht aus zwei Videospuren – einem für das linke und einem für das rechte Auge. Es gibt verschiedene Wege, diese beiden Spuren zu speichern – der verbreitetste dürfte sein, beide Bilder auf halber Breite nebeneinander in einen einzige Videospur zu packen. Dieses Verfahren nennt man Side-By-Side (SBS) oder auch Half-Side-By-Side (HSBS) und es bringt den Vorteil, dass normale Videodecoder nicht mit der doppelten Anzahl an Pixeln konfrontiert werden.

3D Blu-rays funktionieren anders. Eine Blu-ray möchte beide Videospuren in voller Auflösung liefern – damit aber möglichst keine Player überfordern die 3D nicht unterstützen. Daher wird auf Blu-rays das Bild in zwei Videospuren geliefert. Die erste Videospur wird dabei wie eine 2D-Spur auf der Blu-ray hinterlegt (Videocodec h264), die zweite in SSIF-Dateien. (Wobei offenbar intern auf die Sektoren der ersten Spur doppelt angesprochen werden, sodass die SSIF Datei quasi die 2D-Videospur in Kombination mit einer weiteren wiedergibt.) Entscheidend ist: Die Daten der zweiten Spur sind keine übliche Videospur – es handelt sich dabei um Multiview Video Coding (MVC). Dieses Verfahren speichert von der zweiten Spur nur die Unterschiede zur Ersten und braucht dadurch offenbar bis zu 50% weniger Platz.

Auch wenn das cool ist: Für uns bringt es den Nachteil, dass wir einen Player brauchen der das unterstützt – und das trifft auf kaum einen zu, schon gar nicht auf Linux. Auch ffmpeg oder ähnliches unterstützt bisher kein MVC (es gibt einen Versuch, aber genutzt hat das bis auf den Autor vermutlich noch niemand – bei mir funktioniert es nicht). Aber auch wenn der Konsens im Netz zu sein scheint, es ginge nicht – doch, es geht. (mehr …)

Die Commerzbank und ihre Passwörter

Veröffentlicht am

Kürzlich sah sich die Sozial-Media-Abteilung der Commerzbank auf Twitter mit einigen Leuten konfrontiert, die fragten, warum denn das Online-Banking-Passwort auf 8 Stellen beschränkt sei.

Die Commerzbank ist nicht die einzige Bank, die für die Komplexität ihrer Passwörter Obergrenzen setzt. Bei meiner Sparkasse ist es noch schlimmer: Die maximale Länge eines Passworts beträgt dort 5 Zeichen. Absurderweise ist dort der Inhalt und die Länge des frei wähl- und änderbaren Benutzernamens vergleichsweise quasi unbegrenzt, sodass man einen Benutzernamen wählen kann, der komplexer ist als das Passwort. Nach meinem Wissen ist das bei den meisten Banken ähnlich üblich.

Warum tun Banken das? Gerade dort sollten doch Sicherheitsexperten angestellt sein – was bringt diese zu so einer völlig unnötigen Begrenzung?

(mehr …)